Wörtlich übersetzt heißt "burnout" durchbrennen oder ausbrennen.
Dieses Phänomen, das häufig bei Personen auftritt, die zu Berufs- oder Tätigkeitsbeginn sehr engagiert sind, im Laufe ihrer Tätigkeit jedoch zunehmend unter Erschöpfungs-Zuständen leiden und eine zunehmend distanzierte Einstellung zu ihrem unmittelbaren (beruflichen und/oder privaten) Umfeld entwickeln.
Ursachen des Burn-Out können, wie so oft, in der Interaktion von Person und Umwelt gesehen werden. Natürlich spielt z. B. das persönliche Stress-Potential,
die eigene Motivation, die Situation, die Struktur (z. B. die Organisation und die Kultur des Unternehmens) und die Erfahrungen diesbezüglich eine wesentliche Rolle.
Dieser langsame Prozess ist begleitet von andauerndem Streß und starken Energieeinsatz, der in der Folge oft auch noch verstärkt wird
(so nach dem Motto: das muß doch funktionieren!).
Kennzeichen
Kennzeichen für die bereits schon kritische Phase des Burn-Outs können sein:
die Person agiert nicht mehr, sondern reagiert oft nur noch
das Leben besteht nur noch aus anstrengender Arbeit und schwerem Schlaf
es entsteht eine »von-weg Motivation« ... ich will diesen Stress nicht mehr
es werden oft Ersatz-Erlebnisse geschaffen
12 Phasen
In diesem Zusammenhang wird auch von verschiedenen Entwicklungs-Phasen in der Literatur gesprochen. Freudenberger und North (1992) unterscheiden 12 Phasen, die nicht immer in dieser Reihenfolge ablaufen müssen:
Einstieg in den Prozess mit hohem Ehrgeiz, Verbissenheit
(z. B. "denen werde ich es schon zeigen"!)
Steigerung des Energie- und Zeitaufwandes einher gehend mit weniger Beachtung der eigenen Bedürfnisse
diese Konflikt wird bewußt und dann verdrängt
die Bedürfnisse, die nicht beruflicher Natur sind, verlieren nahezu ihre Bedeutung
dieser Verzicht wird häufig nicht mehr wahrgenommen
(mir fehlt doch nichts) und die Überarbeitung verleugnet
das Denken und Verhalten wird immer inflexibler und intoleranter
Orientierungslosigkeit (nicht immer von außen erkennbar)
Völlige Kritik-Unfähigkeit, absolut keine Flexibilität mehr
Wahrnehmungs-Verlußt der eigenen Person
Angstgefühle oder Suchtverhalten treten auf
(bei Selbständigen z. B. auch Existenz-Angst)
Sinnlosigkeit und Desinteresse prägen das Tun
völlige Erschöpfung (kann auch lebensbedrohlich sein)
Das Grundproblem ist darin zu sehen, dass die betroffene Person keine Auswege oder Handlungs-Alternativen sieht (fehlendes Motivierungs-Potential).
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